ee   gruene erde  
           
Installation view
materials: soil, wood, fabric, foam
size: 3 x 3 x 0,6 m
, Kunstarkaden
  digital photograph / alu dibond
80 x 120 cm
              Installation view
   

 


grüne erde II (green earth II),
2009
Installation and Photography, Kunstarkaden München, group show
DimkeEggerEnglErbLeinfelder

The performance being buried in black soil has already happened and has been documeted. The remains of the performance as well as documentary photography is on display.


   

"....es ist der Körper, der unsere eigene Basis der Welterkennung und Weltwahrnehmung darstellt. Er ist das Instrument, der Stoff, mit dem wir in der Welt sind und mit ihr in Beziehung stehen. Judith Egger hat sich in ihrer Arbeit immer wieder intensiv mit den Motiven biologischer Prozesse, des unkontrollierbaren Wachsens und Wucherns, der Transformation und der gegenseitigen Durchdringung von Stoffen und Körpern beschäftigt, und koppelt diese Prinzipien mit künstlerischen Installationen und Performances.
Die eindringlichen Bilder, die sie in ihren Performances und Ausstellungsprojekten dazu geschaffen hat, sind ebenso humorvoll wie subversiv.
Der Körper der Künstlerin spielt dabei als Medium und Bühne eine zentrale Rolle, da er die Distanz der Betrachtung und das Prinzip der Abstraktion zunächst aufhebt. Auch in ihrer Performance „Grüne Erde II“ spielt der Körper eine Hauptrolle, oder besser wird der Blick nur auf ein Körperteil gelenkt, das, plötzlich „autonom“ geworden, eine ganz eigene Wirkung entwickelt. In der Performance  „Grüne Erde“, die Judith Egger ein erstes Mal im Rahmen des Internationalen Performancepreises der Galleria Civica di Arte Contemporanea in Trento/Italien gezeigt hatte, drängt die Brust der Künstlerin wie ein seltener Pilz aus einem Erdhügel an die Oberfläche. Abgelöst vom Bild des gesamten Körpers, wirkt die Brust plötzlich wie ein fremdes, schönes aber auch zugleich beunruhigendes Gewächs.
Immer wieder hat Judith Egger in ihren Performances mit ihrem Körper gearbeitet, so etwa 2005 im Kunstraum in München, im Rahmen der Ausstellung Jungle Park, bei der in der Performance „Sprinkler“ ihr Kopf wie eine lebende Skulptur aus einer im Raum schwebenden Pflanzeninstallation ragte, oder 2008 im Rahmen des Medienkunstprojektes von „A Day in a live“, bei dem ihr öffentlicher Lebens- und Arbeitsraum im ZKMax für den Zeitraum von 24 Stunden mit dem Studio des japanischen Künstlers Shiina Takehito in Sendai/Japan verbunden war.
Der kulturellen Diskussion stellt Judith Egger die Energie purer Körperlichkeit gegenüber. In ihrer Konzentriertheit erinnern ihre Arbeiten auch an frühe Bodyart und feministische Positionen, die jetzt erneut in der Kunst stark werden. Da Judith Egger demnächst ihr erstes Kind erwartet und auch dieses Wachsen seine eigene Dynamik hat, war bei der Planung der Ausstellung noch nicht zu sagen, in welchem Zustand ihr Körper dann wäre. Die Performance wäre nun einfach zu anstrengend gewesen und daher die Entscheidung die Installation der Performance „Gründe Erde II“ als eine Leerstelle zu belassen, die das Bild des fehlenden Körpers umso intensiver macht.
.."

Auszug aus der Eröffnungsrede der Kunsthistorikerin Diana Ebster

 

 

   
CVCV  

 

 

 

 

 
hvhj  
 
digital photograph / alu dibond
80 x 120 cm
  digital photograph / alu dibond
120 x 80 cm
 

 

   
     
     

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