Sehr
geehrte Damen und Herren,
nun ist der traurige Moment gekommen, in dem ich den vorzeitigen Abbruch
einer
fruchtbaren und vielversprechenden Forschungsperiode des Instituts für
Hybristik und empirische Schwellkörperforschung ankündigen
muß.
Zudem sieht sich das Institut gezwungen, aufgrund von Unterfinanzierung
und der Unsicherheiten in der Drittmittelförderung,
Insolvenz anzumelden. Dies ist besonders bedauerlich, da das Institut
in den letzten Wochen interessante
Entdeckungen bei der Beobachtung der Schrumpfungsprozesse von Bananenhäuten
und Pilzen tätigen konnte.
Mit unserem internationalen Fäkalienmuseum und der Schimmelkollektion
haben wir großes Interesse der Passanten wecken können. Wir
haben seltene Quellkräuter gezüchtet und Bananenklone hergestellt.
Ganze Schulklassen waren hier im Institut zu Gast, um sich über
unsere Tätigkeiten zu informieren.
All diese Entwicklungen, meine Damen und Herren, sind wichtige Schritte
in die richtige Richtung der Schwellkörperforschung.
In der heutigen Zeit werden die Mittel für Wissenschaft und Kunst
drastisch gekürzt. Die Welt wird immer noch schnelllebiger,
einziges Maß für die Qualität einer Sache oder Tätigkeit
scheint der Geldwert zu sein, den ein gewonnenes Produkt oder eine
Erkenntnis auf dem internationalen Markt erzielen kann. Die Menschen
verkennen den Wert des langsamen und organischen Wachstums
und der natürlichen Entstehungsprozesse.
Am Ende solcher Prozesse steht eine tiefe und fundierte Erkenntnis,
die auf einem soliden Fundament aus Anschauung, Erfahrung und Reflexion
gründet.
Das Institut muss einer neuen Gruppe, der Forschungsgruppe_f weichen,
die am 27.4. die Eröffnung in diesen Räumlichkeiten feiern
wird.
Insolvenz ist angemeldet und daher sieht sich das Institut gezwungen,
Teile seiner Schätze zu versteigern.
Der Erlös der Versteigerung wird den Fortbestand des Institutes
im Untergrund gewährleisten.
Hierbei möchte ich Herrn Cambeis für die Vollstreckung der
Versteigerung danken, sowie Udo Schindler und Stephan Richter für
die musikalische Untermalung.
An dieser Stelle möchte auch ich meinen Mitarbeitern für ihre
Arbeit und großes Engagement bei der Schwellkörperforschung
danken.
Allen voran Frau Diana Ebster, ohne deren unermüdliche Hilfe dieser
Aufbau nicht zusatande gekommen wäre. Des weiteren den program
angels,
Martina und Sophia Bieräugel, Herrn Gartentor, Dan Carey, Michi
Bischoff, Alexis Dworsky und allen anderen Mitarbeitern des Instituts.
Zu meinem großen Bedauern muß ich Sie hiermit allesamt fristlos
entlassen.
Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihren heutigen Besuch
und Ihr Interesse an unserer Arbeit.
Nun
meine Herren von der Trauerkapelle, beginnen Sie Ihr trauriges Werk...