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nest der unerforschten Arten
                   
Nest der unerforschten Arten,
material: concrete, wood, resin, dimensions: 7 x 3 x 6 m



Nest der unerforschten Arten
nest of the unexplored species

permanent installation, KOOP Eisnergutbogen, Kindergarten, München 2013, comissioned by Quivid

This site specific installation is an integrated part of a new kindergarden and nursery in Munich. The nest-structure is made out of concrete. 40 "specimen" are embedded into the structure. They are made out of various modelling materials and show organisms which look familiar but never have been seen before.
The nest is situated underneath the central staircase and gives children the possibility to hide and play in a cave (with integrated seat heating, window and interior lights). It grows over a 5 metre long oak log up tp the first floor.

                   
   
nest inside   lighting  
cave underneath the staircase   interior lights   interior seating area


   
AFSCfcspecimen   SDCinsect nest   two headed snail

 

   
qdD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es kreucht und fleucht. 40 Spezies, wie sie keiner je zuvor gesehen hat, bevölkern den Stadtkindergarten. Die normierte, im Idealfall auch reibungslos funktionierende Alltagswelt
durch Abnormitäten zu stören, kann zu unabsehbaren Folgen führen.
Dafür ist gewöhnlich niemand zu haben, wer will sich schon böse Überraschungen einhandeln. Nur bleibt so aber auch alles von einzigartigem Wert außen vor.
Judith Egger ist das Absurde lieb und teuer. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, der anarchischen Ausbreitung des Lebendigen Raum zu geben. Ihre Installationen verwandeln rationale Funktionalität in pulsierend atmende Assemblagen, die auch noch die abgeklärtesten Köpfe zu Entdeckungsreisen und zu seltsamen Begegnungen einladen.
Hier ist es eine mysteriöse Insektenwelt. Sie lockt den kindlichen Forschergeist. Eins ums andere entdecken die Mädchen und Jungen aber auch noch ganz andere Kreaturen, die sich die gleichsam wie ein Schwamm alles überwuchernde Installation zu ihrem Nistplatz auserkoren haben.
Mal sind sie anziehend, mal abstoßend, immer aber faszinierend und in jedem Fall: befremdlich. Doch sich befremden zu lassen, ist das nicht überhaupt das ureigenste Vermögen der Kinder? Sie haben eine Empathie fürs Kuriose und fügen es lieber in ihre Welt ein, als dass sie es ausschlössen. Kinder sind freundlich.
Und wen man einmal zum Freund gewonnen hat, – Erwachsene wissen das bereits –
an den erinnert man sich zeitlebens gerne. Wie wäre es zum Beispiel mit dem rotleibigen Langhals, der mit weißen Walrosshauern Fliegen zu hüten scheint?

Text von Nika Wiedinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

staircase to the first floor